Kollektive Jammerdepression...


Wer ist verdammt noch mal schuld???

 

Wir jammern und beklagen uns.

Wir beschweren uns über das Wetter (!),

den Unfrieden in dieser Welt, die Ausbeutung der Natur, den Klimawandel,

über unsere Gesellschaft, die Politik(er) unseres Landes,

über unsere Geldnöte, unsere Nachbarn, die Lehrer unserer Kinder,

ja sogar über unsere eigene Herkunfts-Familie

und nicht zu wenig: über unsere selbstgewählten Partner.

 

Am meisten bedauern wir uns selbst.

Wir bejammern uns still

und klagen andere laut an.

Sie sollen verantwortlich sein für unsere tiefe Unzufriedenheit.

 

Gleichzeitig - ja gleichzeitig

weigern wir uns hartnäckig,

uns selbst den Spiegel vorzuhalten,

unsere Unzulänglichkeiten zu untersuchen,

unsere Gewohnheiten zu hinterfragen,

unsere Perspektiven zu erweitern,

kleine Alltags-Dinge einfach mal mutig zu verändern...

Eigen-Verantwortung zu übernehmen.

 

Wie viel Kraft kostet sie uns wohl, diese Jammerdepression?

Oberflächlich betrachtet: keine,

denn sie ist billig, einfach, menschlich, Usus eben.

Sie ist uns zur (geliebten) Gewohnheit geworden,

geformt und genormt,

von den vielen Anderen abgeguckt, legitimiert und integriert.

Was sie uns kostet:

Zeit. Viel Zeit. Lebenszeit. Lebenslänglich.

Kraft. Enorm viel Kraft. Lebenskraft. Lebenslänglich:

verbraucht die endlose Suche nach den Schuldigen für unsere Leiden!!!

Wen können wir diesmal verantwortlich machen???

Wie können wir uns diesmal freikaufen/freisprechen???

 

Und wer genau hinschaut erkennt, dass sie es ist,

die unsere Zeitungen, unsere Nachrichten, unsere Talk-Shows füllt und nicht zuletzt:

unsere Small-Talks.

 

Fröhliches Weiter-Jammern !?