· 

Kollektive Jammerdepression?


Nach außen

jammern wir und beschweren uns

über das Wetter, den Unfrieden in dieser Welt, die Ausbeutung der Natur, den Klimawandel,

über unsere Gesellschaft, die Politik unseres Landes,

über unsere Geldnöte, unsere Nachbarn, die Lehrer unserer Kinder

und nicht zuletzt über unsere Familie und unsere Partner.

 

Nach innen und/oder außen

bedauern wir uns selbst

bejammern und beklagen wir

unser Krank-Sein

unser Unzufrieden-Sein.

 

Wir jammern irgendwie immer

den ganzen Tag, das ganze Jahr.

 

Gleichzeitig - ja gleichzeitig

weigern wir uns hartnäckig,

uns selbst den Spiegel vorzuhalten,

unsere Gewohnheiten zu hinterfragen,

unsere Perspektiven zu erweitern,

kleine Dinge unseres Alltags aktiv zu verändern...

Eigenverantwortung zu übernehmen.

 

Wie viel Kraft kostet uns diese Jammerdepression?

Oberflächlich betrachtet: eigentlich keine ... sie ist billig, einfach, menschlich.

Sie ist uns zur lieben Gewohnheit geworden,

geformt und genormt, diagnosebereit.

Sie kostet uns lediglich:

Zeit. Viel Zeit. Lebenszeit. Lebenslänglich. 

 

Wirkliche Kraft kostet,

also ich meine enorm viel Kraft, Lebenskraft, lebenslänglich:

die ewige Suche nach dem/den Schuldigen für unser Leiden ...

einfach alles und alle müssen dafür herhalten

schon (fast) immer...

genauer gesagt, seit die Erbsünde erfunden wurde.

Sie ist es,

die letztendlich unsere Zeitungen, unsere Nachrichten, unsere Talk-Shows füllt und nicht zuletzt:

unsere small-Talks.

 

Fröhliches Weiter-Jammern !?

 

Dank Virus Covid 19

Dank unserer Corona-Krise

Dank unserer Luft und dem Wind des weltweiten Ausbreitens,

besteht die begründete Hoffnung,

dass sich dies exakt in diesem Moment endlich wandelt.