Buddhistische Psychologie


Sie ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als:

 

  • die Psychologie & Philosophie, mit deren Hilfe ich begann, mein eigenes Leben/meine Biographie zu verstehen 
  • das Therapie-Konzept, das meiner Arbeitshaltung am nächsten ist
  • eines der zahlreichen alternativen Psychotherapie-Methoden in Deutschland, das zu den Humanistischen Verfahren zählt und den sogenannten Regelverfahren (von den Krankenkassen bezuschusst) gegenübergestellt wird

Immer wieder erlebe ich, dass der Begriff an sich für Verwirrung sorgt und Fragen wie diese aufwirft:

 

  • Nein, Buddhistische Psychologie hat nichts mit einer religiösen Ausrichtung zu tun.
  • Nein, niemand braucht buddhistische Kenntnisse, um sich von mir beraten oder begleiten zu lassen.
  • Ja, sie hat sehr alte Wurzeln und ist dennoch nicht "veraltet", sondern zeitgemäßer denn je.
  • Ja, obwohl sie aus "dem Osten" stammt ist sie für uns "im Westen" begreifbar und anwendbar.

Hier folgen 4 Einblicke:


Leiden oder Leben?

Das Leben scheint uns oft schicksalhaft, willkürlich und ungerecht.

Üblicherweise suchen wir für unser subjektives Leiden Schuldige im "Außen".  Allzu gerne geben wir Verantwortung ab.

Wir erkennen nur schwer, dass es einen Unterschied gibt zwischen unvermeidbarem Leid (Krankheit, Alter und Tod) und dem Teil, den wir "draufsetzen", den wir selbst produzieren, das Leiden, das vermeidbar wäre, wenn da nicht... 


Angst oder Freiheit?

...die Angst wäre.

Angst ist unser Unglück und unser Glück zugleich.

Ängste durchdringen unsere Welt und jeden einzelnen Menschen zutiefst, einzig: wir durchschauen sie nicht, weil sie Teil unseres Überlebensmechanismus sind.

Drei Energien gelten als Ursache, da sie unablässig für Nahrung unserer Ängste sorgen: Gier, Hass und Verblendung.

Erst wenn wir sie durchschauen, ihre Wirkung und ihre Ursache, können wir ihre Heilungsaspekte erahnen... 


Mitleid oder Mitgefühl?

... solange wir Gier, Hass und Verblendung nicht klar in unserem eigenen Leben sehen, spüren und erkennen können/wollen, entfalten sie ihre Wirkung als "geistige Gifte" und wir bleiben im Leiden/Mitleiden gefangen. 

Ergreifen wir jedoch die vielfältig sich bietenden Chancen, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen ... statt uns mit XYZ abzulenken, uns den eigenen Spiegel vorzuhalten ... statt die "Anderen" verantwortlich zu machen, uns selbst ehrlich zu betrachten ... statt uns für Sachkundige unserer Mitmenschen zu halten, dann wendet sich das Blatt allmählich ... und wir sehen/spüren/erkennen immer klarer, was wahr und echt ist und wir beginnen, uns selbst mit Mitgefühl zu begegnen.


Vergänglichkeit.

Wer sie beim Wort nimmt

Wer sie anerkennt

Wer sie im Großen wie im Kleinen erkennt

Wer sie entstehen und vergehen lassen kann

 

der hat das aller Wichtigste verstanden:

wir können unser Leben nicht kontrollieren mit Gier, Hass und Ignoranz ... und das der "Anderen" erst recht nicht...

wir sind dazu da, unsere Authentizität zu finden, um unser eigenes Leben zu leben, bis wir selbst vergehen.

 

Aus Unwissenheit wird Weisheit ... irgendwo auf Deinem Weg.