Achtsamkeit will gelernt werden


Achtsamkeit kennt nur eine Zeit: das Jetzt

Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir in der Zukunft oder in der Vergangenheit,

besser gesagt: unsere Gedanken und Gefühle tun dies...unser Körper nicht.

Allein diese Diskrepanz sollte uns zu denken geben

unsere Sinne schärfen für die

Rutschbahnen

Hintertürchen

Fluchtwege

heraus

aus dem Hier und Jetzt

die einer Autobahn gleichen

mit viel zu vielen Spuren und nur zwei Richtungen

auf denen sich bereits all die anderen Blinden und Tauben tummeln

Herdentrieben folgend

Energie und Lebenszeit verschwendend.

Warum ??

Weil wir nach dem "Außen" greifen

dem Anderen, vermeintlich Besseren oder Schlechteren

das so viel wichtiger erscheint als das "Innen"

vielversprechender, spannender, lukrativer...

uns ablenken lassen

uns wegbeamen lassen

es zulassen,

dass wir uns von uns selbst entfernen,

unser Inneres alleine lassen

es leiden lassen

immer dann, wenn wir uns

wegschleichen, wegzocken, wegträumen, wegschuften.

 

Weil wir uns eine Welt erschaffen haben, die uns immer mehr/weiter/schneller antreibt

uns mit Gier, Neid, Eifersucht, Hass verblendet durch unser Leben peitscht.

 

Weil wir ganz fest glauben, 

wir hätten nicht genügend Zeit

wir müssten mit ihr um die Wette laufen

um nichts zu verpassen

oder

ihr davon laufen

aus Angst vor

Langeweile

Stillstand

Leere

Tod.


Achtsamkeit heißt Leben - Unachtsamkeit heißt Überleben.


Was also tun ??

Inne halten.

Durchatmen.

Eulenblick üben.

Sinnes-Tore öffnen.

Weitwinkel einschalten.

Das Ringsherum aufsaugen.

Wahrnehmung für wahr nehmen.

Unser Staunen zurückerobern.

Unser inneres Kind spielen lassen.

Zulassen, geschehen lassen, neugierig bleiben.

Machtstreben und Kontrolldenken in die Wüste schicken.

Das Wort 'Vergegenwärtigen' in unseren Wortschatz aufnehmen.

 

Wir sind freie Menschen und haben jederzeit selbst die freie Wahl,

uns von dem jetzigen Moment umarmen zu lassen

uns voll und ganz darauf einzulassen

uns erwischen zu lassen

uns davon berühren und überraschen zu lassen

ihn in unserer Tiefe wirken zu lassen

einen konkreten, realen, spürbaren Bewusstseinsabdruck entstehen zu lassen

das Schöne und weniger Schöne

das Schreckliche und weniger Schreckliche

wahrzunehmen

auszuhalten

anzunehmen

einfach da zu bleiben

bis er von alleine wieder vergeht

und

zusehen wie der nächste entsteht.

 

We call it

 

Touch and Go !