Über Annette & Karo 9


Null bis 45

Geboren und mit zwei Schwestern aufgewachsen bin ich in Heidelberg. Ich liebe diese Stadt, den Moment, wenn ich über die Theodor-Heuss-Brücke fahre und nach Osten schaue ... Romantik pur! Meine Kindergartenzeit hätte definitiv spannender sein können, am liebsten hätte ich das letzte Jahr übersprungen, um so früh wie möglich "was Gescheites" zu lernen ... Neugier nennt man das. Meiner Grundschullehrerin war ich unglaublich lange böse, weil sie mich auf die Realschule "verbannte" während meine Freundinnen und meine jüngere Schwester aufs Gymnasium "durften" ... Neid nennt sich dies. Natürlich gab ich mein Bestes, um es allen zu beweisen und nach der 10. Klasse auf ein allgemeinbildendes Gymnasium wechseln zu können, was ich selbstverständlich auch tat: Die Aufholjagd begann und endete mit einem richtig "guten" Abi in der Tasche ... Ehrgeiz, ein doofes Wort. Nun war mein Ego also endlich zufrieden ... doch da stand ich : mit null Ahnung vom wirklichen Leben. Mit ebenso null Ahnung, wer ich wirklich bin. 

Meine Eltern waren keine Akademiker, sodass ich mir ein Studium überhaupt nicht vorstellen konnte, ich fühlte mich klein und groß zugleich ... Ambivalenz, mein zweiter Vorname :)) Wirklich dankbar war ich in dieser Situation, als mein Stiefvater mir zu einer Banklehre riet, etwas Solides, Bodenständiges. Ich blieb 10 Jahre und bekam sehr viel Ahnung vom wirklichen Leben. Und ich bekam ein Gespür dafür, welche Bedeutung ein diskreter und vertrauensvoller Umgang mit Menschen hat, sowohl für die Kunden als auch für mich. Als leitende Angestellte verließ ich schließlich die Bank, als sich mein erster Sohn ankündigte. Zwei weitere folgten innerhalb der nächsten 9 Jahre, sodass ich mein altes Berufsleben innerlich verabschieden musste. Als Vollzeit-Mama fühlte ich mich pudelwohl und hatte noch Energie übrig für die Rolle der "rechten Hand" meiner Mutter in ihrer Modeboutique. Später kam noch die Rolle als unterstützende Bürokraft im Familienunternehmen Ehrhard hinzu, wodurch ich den Anschluss an mein Berufstätigen-Ich nie verlor. Diese wertvollen Jahre haben in mir sehr viel wachsen lassen: allen voran Verantwortung, Flexibilität, Organisation, Fürsorge und Ausdauer.

 

Doch Ahnung von mir selbst hatte ich immer noch nicht. Wie auch? Unmerklich und ohne erkennbaren Grund hatte sich längst ein Doppelleben in mir etabliert. Dies führte zu stetig wachsenden Beziehungskonflikten, innerlich wie äußerlich. Jahrelang drehte sich ein Teil von mir im Kreis, während der andere weiter vorwärts ging und alltagstauglich funktionierte, verlässlich wir ein Uhrwerk. Die Kluft zwischen beiden Teilen wurde immer größer bis mir im Jahre 2011 zu meiner großen Überraschung ein Flyer in die Hände fiel mit der Überschrift "Modul 2: Buddhistische Psychologie". Die Inhaltsübersicht weckte dermaßen meine Neugier, dass ich mich im Handumdrehen anmeldete ... zunächst für das Modul 1, die Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie. Glückliche Fügung nenne ich das.

 

45 bis heute

  • 2011-2013 Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie bei Ann-Uta Beißwenger, Zentrum Buddhas Weg, Siedelsbrunn
  • 2014 Prüfung und Erteilung der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde durch den Kreisausschuss, Kreis Bergstraße
  • 2012-2014 Weiterbildung in Buddhistischer Psychologie bei Ann-Uta Beißwenger, Zentrum Buddhas Weg, Siedelsbrunn
  • 2014  8 Monate Weiterbildung in Kurzzeit-Psychotherapie, Institut für Kommunikation und Gesundheit, Bad Homburg
  • Ende 2014  Eröffnung meiner Heilpraktiker-"Praxis Karo 9" in Schriesheim
  • 2013 - 2018  regelmäßige Supervisionen und psychologische Weiterbildungen, insbesondere Teilnahme an:
    • Systemischen Aufstellungen (Familien, Generationen, Persönlichkeitsanteile, Krankheiten, etc.) in Siedelsbrunn und Frankfurt/Main
    • Workshops mit schamanisch-psychologischer Ausrichtung, Ffm und Kassel
    • Natur-psychologische Veranstaltungen und Ritualarbeiten: Externsteine, Habichtswald und Helfensteine
  • weitere Erfahrungen mit inspirierender Wirkung:
  • seit 2003 Sport mit achtsamer Ausrichtung: Wirbelsäulen-Training, Chi Gong, Zen-Gymnastik, Intensive-Yoga & Body-Art
  • 2013: Therapeutisch begleitetes Schweige-Retreat, 11 Tage Vollkonfrontation mit mir selbst
  • seit 2013 Aneignung und konzeptionelle Weiterentwicklung der Meridian-Gymnastik von Hannelore Fischer-Reska
  • seit 2016 Innehalten und Einkehr während der Rauhnächte (21.12. - 3.1.)
  • seit 2017 Beobachtung von Zusammenhängen zw. Mondphasenkräften und menschlichen Befindlichkeiten, Leistungsfähigkeiten, etc.
  • seit 2019 Ehrenamt im Seniorenhaus
  • seit 2020 Entwicklung eines psychologischen Mondkalenders 

Heute bin ich eine Frau, die ganz genau weiß, wer sie ist und wofür sie ihr Herz öffnet. Ich hatte das große Glück, zur rechten Zeit die richtigen Helferinnen an meiner Seite gehabt zu haben. Ohne sie hätte ich sich mein innerer Zwist weiter verstärkt und meine Selbstzweifel hätten mich mehr und mehr zerfressen und unzufriedener gemacht. Mein Ego wäre weiter gewachsen und meine Ehrlichkeit und Authentizität hätte ich wohl nie gefunden.

Täglich empfinde ich Dank für mein Leben und die Chancen, die es mir immer wieder bietet. Meine Kreativität und Selbstwirksamkeit sind geweckt. Mein Vertrauen und meine Zuversicht sind nahezu grenzenlos und tragen mich durch die "schlechten" Tage.

Wirklich froh bin ich darüber, dass ich lernen durfte und nun auch an andere Menschen weitergeben kann, was die Kunst des Lebens ausmacht: es nicht kontrollieren zu wollen oder sich ihm zu widersetzen, wenn es gerade mal ungemütlich wird,  sondern sich vom Leben mit offenem Herzen erwischen und überraschen zu lassen, in den Rhythmus des eigenen Lebens sowie in die inneren Prozesse zu vertrauen, auch wenn es manchmal weh tut: den Schmerz aushalten, ohne ihn zu übertreiben durch Selbstmitleid und Co., ohne ihn zu ignorieren oder ihn zu verdrängen. Da muss man sprichwörtlich durch ... es geht also ums Aushalten und Durchhalten. 

Der "Lohn" dafür ist die Buntheit des Lebens, die Chance, mein, dein & unser aller Potential in die Entfaltung zu bringen, um die Welt damit zu bereichern und letztendlich dem Leben seinen Sinn zu geben.

Wäre es nicht fatal, wenn wir uns im Sterbebett liegend fragen müssten: Wozu war ich eigentlich hier?

 

Warum meine Praxis Karo 9 heißt:

Spielkarten in den Händen halten, mischen, verteilen, los geht's.

Mein Vater hat mir die Freude an Karten vererbt und mir seine Skatkarten hinterlassen.

Kartensymbole und Zahlensymbolik üben eine Faszination und eine Kraft auf mich aus.

Die Karo 9 fiel mir "zufällig" in die Hände, als ich auf der Suche nach einem Namen für meine Praxis war.

Sie ist die Karte der Überraschung.

Konkret steht sie das unerwartet Erfreuliche, eine plötzliche Besserung.

Sie symbolisiert zugleich auch die innere Wende, die wir nehmen,

sobald wir den kleinen Dingen des Alltags (mehr) Beachtung schenken.

Sie lädt uns dazu ein, uns auf das Leben einzulassen, dem Fluss des Lebens zu vertrauen.

Diese Symbolik trifft den Kern meiner Lebens- und Praxisphilosophie

und steht für das Ende meiner Suche nach mir selbst.

So wundert es nicht, dass meine Praxis auf diesen Namen getauft wurde.

 

Danke

  • Allen Menschen, ob nah oder fern, die mir in meinem Findungsprozess mein wahres Ich spiegeln und gespiegelt haben, allen voran meiner Familie und meinen Freunden als Weg-Weiser*innen, Inspirations-Geber*innen und Lehr-Meister*innen.
  • Allen weiteren Lehrer*innen, hier insbesondere:
  • Annette Boner, für Dein Zen, Yoga and more.
  • Maria Flach für Dein "Nadeln", Dein Verständnis und Dein Selbst-Fürsorge-Training.
  • Lisa Lippuner für Deine Bescheidenheit, Deine Kunst und Deine Bestätigung meiner Fähigkeiten.
  • AnU, für all Dein Wirken, die Zeit(en), Räume, genialen Ideen sowie Deiner Durchdringlichkeit!
  • Lama Migmar Tseten, für die Weihe, den tiefen Segen und das Lösen meiner Tränen.