Jammerdepression

 

Wir jammern und beschweren uns

über das Wetter, unsere Gesellschaft, die Politik unseres Landes,

über unsere Geldnöte, unsere Nachbarn, unsere Schwiegereltern und die Lehrer unserer Kinder ...

Wir jammern und klagen

über unseren Schmerz, unser Krank-Sein,

über den Unfrieden in dieser Welt, über die Ausbeutung der Natur,

über das Schmelzen der Polarkappen ...

Wir jammern den ganzen Tag, das ganze Jahr ...

UND

gleichzeitig - ja gleichzeitig

weigern wir uns hartnäckig,

uns selbst den Spiegel vorzuhalten,

unsere Gewohnheiten zu hinterfragen,

unsere Perspektiven zu erweitern,

kleine Dinge unseres Alltags aktiv zu verändern...

Eigenverantwortung zu übernehmen.

 

Wie viel Kraft kostet uns diese Jammerdepression?

Erstaunlicherweise: eigentlich keine ... sie ist billig und einfach.

Denn sie ist uns zur Gewohnheit geworden, eine überaus menschliche, gedankliche Projektion.

Sie kostet uns lediglich Zeit. Viel Zeit. Lebenszeit. Lebenslänglich. 

Was uns allerdings Kraft kostet, viel Kraft, Lebenskraft,

ist die Suche nach dem/den Schuldigen für unser Leiden ...

sie füllt unsere Zeitungen, unsere Nachrichten, unsere Talk-Shows und nicht zuletzt:

unsere small-Talks.

 

Fröhliches Weiter-Jammern !?