Auf der ewigen Suche

nach "Glück und Gesundheit" ist der Mensch mit zunehmendem Lebensalter -mehr oder weniger bewusst- eigentlich auf der Suche nach/auf dem Weg zu sich selbst … das klingt sehr "abgedroschen", doch ich meine es wörtlich. Irgendwie scheint uns das Leben "automatisch" in diese Richtung zu lenken … eine Lebensaufgabe für jede/jeden von uns.

Doch wie viele Menschen kennen wir, die ES wirklich "geschafft" haben?

Menschen, die ihr Ich leben und nicht ihr Ego?

Menschen, die tatsächlich frei und authentisch sind?

Menschen, die durchweg glücklich und zufrieden sind?

Menschen, die Ihr Potential voll ausschöpfen?

 

Meiner Erfahrung nach steht sich der Mensch grundsätzlich selbst im Wege, denn:

  • Menschen neigen von Natur aus dazu, alles extrem zu bewerten und lassen ungern mehrere Betrachtungsweisen zu. Viele innere Strukturen sind starr und verkrustet, anstatt geschmeidig und beweglich. Die Fähigkeit zu einem Augenzwinkern zu/für sich selbst, einem gütigen Lächeln über die eigenen "Schwächen", einem kindhaft-natürlichen Staunen über Dinge und Ereignisse in der Um-Welt lässt leider sowohl mit zunehmendem Lebensalter als auch ganz allgemein in der Gesellschaft nach. 
  • Die meisten Menschen leben angepasst in ihrer "engen, subjektiven Wahrnehmungs-Welt" und haben einen blinden Fleck für ihre tiefliegenden Ängste und Strukturen.  Mit Unterstützung von sachkundigen "sprechenden Spiegeln" (Therapeuten) haben sie eine reelle Chance, sich selbst mit klarerem, ehrlicherem Blick zu begegnen, um neue, im Sinne von bewusste Wege zu gehen.
  • Jeder Mensch trägt schwer an seinen ur-eigenen Hindernissen und Blockaden, welche sich gewohnheitsmäßig immer wieder in den Vordergrund schieben und das Leben schwer und leidvoll erscheinen lassen … uns dadurch in einem Modus des Über-Lebens  gefangen halten … Doch wo bleibt die Buntheit des freien Er-Lebens ???

Annette Ehrhard, 2018