Mission impossible? Wege gesunder (Zwischen-) Menschlichkeit


 

Die Beziehung zu sich selbst ist der Ursprung, die Quelle aus der heraus sich alle weiteren Beziehungen gestalten.

Die Qualität der Zwischenmenschlichkeit in Familie, Beruf und Partnerschaft hängt also entscheidend davon ab, wie der einzelne Mensch mit sich selbst umgeht.

 

Je mehr Menschenwürde und Selbstachtung im Spiel ist, desto besser die Stimmung und Kommunikation.

 

Die meisten Probleme entstehen, weil wir

  1. unser Ego (psychisches Schutz-System) destruktiv benutzen und dabei uns selbst und unseren Mitmenschen Schaden zufügen
  2. nicht fest in unserer energetischen Heimat verankert sind und somit oft nicht wissen, wer wir eigentlich sind

 

Zum Glück gibt es die Liebe,

denn die größte Motivation, sich mit Psychologie und entsprechenden Ratgebern und Therapien zu beschäftigen, besteht dann, wenn der Mensch Liebeskummer hat.

Wenn es in der Liebe kriselt, droht die emotionale Lebensgrundlage entzogen zu werden...


 Wir spüren Angst

verletzt

gekränkt

manipuliert

ausgenutzt

hintergangen

gelogen, verschwiegen

betrogen, verlassen, vertrieben

u.v.m.

zu werden.


Dann ist es Zeit

sich zu fragen, welchen eigenen Anteil man an zum Beziehungsstress beiträgt...

Im besten Fall ist man in der Lage sich einzugestehen,

dass man irgendwann einmal selbst Täter war und Angst im geliebten Menschen erzeugt hat.

Niemals sind ausschließlich die Anderen schuld an der eigenen Misere.

Sie sind lediglich die Auslöser, indem sie etwas tun, was uns nicht gefällt oder etwas unterlassen, was wir uns gewünscht hätten.


Täter und Opfer sind 2 Seiten einer Medaille.

Mal teilen wir aus, mal müssen wir einstecken...bei einem aufbrausenden Streit im Sekundentakt.

Allzu gerne sehen wir uns als das arme Opfer und zeigen mit dem Finger von uns weg...

Verantwortlich dafür ist unsere stets subjektive Wahrnehmung,

die gezielt zugunsten unseres Egos filtert, um es unserer "Psyche" erträglich(er) zu machen.

Wir übertragen die unerfüllten Bedürfnisse unserer frühen Kindheit sowie all unserer verflossenen Liebschaften auf unseren aktuellen Beziehungspartner und hoffen/erwarten, dass sie diesmal (endlich) erfüllt werden...

Die Geduld des Lebens kennt diesbezüglich keine Grenzen.

Die unserer Gesundheit dafür umso mehr...


6 goldene Regeln für geschmeidige Paarbeziehungen

  1. Die Beziehungsproblematik erkennen und ergebnisoffen (wohlwollend) miteinander besprechen
  2. Die Vorwürfe des Partners zulassen und in Ruhe prüfen, ggf. eigene Fehler eingestehen und ehrlich bedauern, sprich: Reue zeigen (nicht entschuldigen, das ist eine ganz andere Energie!) und in Zukunft "besser machen"
  3. Beziehungsfallen (Triggerpunkte) nach jedem Streit konsequent entlarven und daran arbeiten, um den nächsten Streit abzumildern oder abzufangen
  4. Bereitschaft, Schuldzuweisungen dauerhaft durch ehrliche Selbstreflektion zu ersetzen = Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln und damit sowohl den/die Partner*in als auch die gemeinsame Beziehung zu entlasten
  5. Loslassen der Illusion, dass der Partner/die Partnerin für das eigene Glück verantwortlich sein soll
  6. Tägliche Achtsamkeit in der Beziehung und Kommunikation auf Augenhöhe, sprich: respektvolles, würdevolles und tolerantes Miteinander, der beiden Persönlichkeiten Freiräume lässt

Wichtig:

Nach jedem Streit immer wieder bei 1. anfangen und die eigenen Bedürfnisse offen aussprechen.

Auf diese Weise kann sich eine heilsame Streitkultur entwickeln, an der beide wachsen und Vertrauen in die Beziehung finden können = konstruktives Miteinander.

Allerdings: 

Ist kein gemeinsames Lebensziel mehr erkennbar oder sollte sich zeigen, dass man sich gegenseitig an der persönlichen Weiterentwicklung behindert, dann muss die Reißleine ganz bewusst und verantwortungsvoll gezogen werden, so weh es auch tut.

Jede (noch so "schlechte") Beziehung hat es verdient, einvernehmlich beendet zu werden, denn schließlich hat sie im Namen der Liebe begonnen.

 

Warnhinweis:

Schädliche (destruktive) Beziehungsmuster werden an unsere Kinder und Kindeskinder weitergegeben, genauso wie sie über unsere Eltern und Großeltern bei uns "gelandet" sind.

Darüber lohnt es sich, in Ruhe nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen. Dafür ist es nie zu spät.